ein ganzes halbes jahr.

ilseundrosa

Oh Mann, sechs Monate schon! Ich erzähle euch, wie es mir und Rosa nach einem halben Jahr so geht.

Oft werde ich gefragt, wie es denn so ist, als Mama. Ich hatte eine grobe Vorstellung davon, wie es ist Mutter zu sein, schließlich komme ich aus einer großen Familie und auch in meinem Freundeskreis gibt es Eltern. Aber auf das, was dieses kleine Wesen mit dir macht, sobald es auf der Welt ist, kann dich niemand vorbereiten und ich hätte es mir auch nie so vorgestellt.

Zum einen ist es das Schönste, was mir je passiert ist. Das Schönste, was ich und mein Freund geschaffen haben. Ich sage jetzt noch oft zu ihm, dass es die beste Entscheidung war, ein Kind zu bekommen. Rosa kam schnell auf die Welt, ich musste also gar nicht viel an Schmerzen vergessen, sie war dann einfach da. Im Krankenhaus war alles in Ordnung. Ich möchte nicht darauf eingehen, dass es einfach zu wenig Personal gibt und man als Erstgebärende, wie es so schön heißt, einfach nicht die Hilfe bekommt, die zumindest ich mir im Nachhinein gewünscht hätte.

So richtig realisiert, dass Rosa da ist, haben wir auch irgendwie erst eine Woche später. Wir haben auf die Minute genau sieben Tage nach ihrer Geburt aus Spaß „Happy Birthday“ gesungen und plötzlich überkam es uns. Wir haben gelacht und geweint gleichzeitig. Wer mich kennt, weiß, dass ich eher der unemotionale Typ bin und da wurde es mir bewusst: ich werde alles tun, damit es Rosa gut geht und immer für sie da sein.

„Diese natürliche und unabdingbare Liebe zu dem eigenen Kind ist unerklärlich und darum das Schönste auf der Welt.“

Aber es war auch hart, das möchte ich gar nicht verschweigen. Eine Geburt geht nicht spurlos an einem Körper vorbei und mir ging es die ersten vier Wochen wirklich nicht gut. Mir war bewusst, dass es den Begriff „Wochenbett“ nicht umsonst gibt, aber ich war wirklich fast nur im Bett. Zum einen, weil Rosa klein und zart war und all unsere Aufmerksamkeit brauchte und zum anderen, weil ich einfach fertig war von den kleinsten Sachen. Es hat etwas gebraucht, bis ich mir das auch eingestehen konnte, denn ich bin nicht der Mensch, der, wenn er krank ist, im Bett liegt. Aber hier habe ich mir die Zeit genommen und das war auch genau richtig.

Rosa kam etwas zu früh auf die Welt und hat auch die ersten Tage im Krankenhaus zu viel abgenommen, da dass mit dem Stillen noch nicht so richtig klappen wollte. Wir mussten künstliche Pre Nahrung füttern und das habe ich als ein Scheitern meinerseits empfunden. Heute, mit etwas Abstand, weiß ich, dass das gar nicht meine Schuld war, sondern manchmal einfach so ist.

Doch damals, nicht mal fünf Tage nach der Geburt war ich kurz am Ende, ich fühlte mich schlecht, war übermannt von meinen Gefühlen und fragte mich, ob ich eine schlechte Mutter bin. Aufgrund des Stresses hörte mein Körper auch auf sich zu regenerieren. Ich denke, diese Gefühle haben viele, aber wenn ich andere gefragt habe, beschrieben sie die ersten Tage als „shiny happy life“ und das kann ich nur teilweise bestätigen. Es war hart, aber mit Hilfe meiner wirklich wunderbaren Hebamme und meines Freundes, haben wir es geschafft und uns beiden geht es bestens.

„Wenn es mir als Mutter gut geht, dann geht es auch dem Kind gut.“

Mittlerweile haben wir uns gut eingespielt und ich kann das Mamasein so richtig genießen. Rosa ist ein Sonnenschein und ihr Lachen macht jede trübe Stimmung weg. Sie lernt gefühlt jeden Tag etwas Neues und ich erkenne inzwischen was sie mir mit jedem Schreien oder Gesichtsausdruck sagen möchte – meistens. Ich bin viel entspannter, als ich gedacht hätte und fühle mich richtig wohl. Das liegt vor allem daran, dass ich nicht versuche mich an ein Idealbild zu halten, sondern vor allem nach meinem Gefühl entscheide. Außerdem habe ich mit Ulf den besten Papa an der Seite. Von Anfang an, ist er engagiert und kümmert sich gleichwohl um Rosa. Ich liebe es, dass er so in seiner Vaterrolle aufgeht. Gemeinsam sind wir ein super Eltern-Team und ich bin dankbar, dass er immer für Rosa und mich da ist. Ich bin gespannt, was das Mamasein noch für mich bereithält.

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